Studie für die Neugestaltung des Bremer Domshof

Bremens größte Freifläche für Veranstaltungen im Innenstadtbereich ist zur Zeit undefiniert und trist. Unser Konzept soll den Domshof als Platz für den Wochenmarkt und Veranstaltungen wahrnehmbarer und belebter machen. Dabei ist der Fokus zur Umgestaltung die Hansestadt Bremen mit seiner Geschichte. 

 

Der jetzige unstrukturiert wirkende Domshof soll an den Längsseiten durch Bepflanzung, Erlebnistafeln und feste Marktstände eine in sich abgeschlossene Fläche bilden, die sowohl Einheimische als auch Touristen zugleich anziehen. 

Der Domshof bringt eine lange Marktgeschichte mit sich, die heute allerdings nur noch aus Fragmenten besteht und wenig einladend auf den Marktkunden wirkt. Undefinierte Angebote, die geringe Anzahl der Stände und der Aufbau der Händler führen zu einer ungemütlichen Atmosphäre. 

 

Aus diesem Grund soll der historische Markt die zentrale Achse in der Umgestaltung des Platzes werden. Die feststehenden Marktstände, die eine typisch Bremer Häusersilhouette darstellt, und die Erlebnistafeln, die die Handelsgeschichte Bremens aufzeigen, sollen den Domshof zu einem touristischen Ort erwecken. Die neuen Stände können sowohl für den Wochenmarkt als auch für Veranstaltungen genutzt werden. Sie spiegeln die Bremer Architektur wieder und haben eine immense Wirkung für die neue einheitliche Ausstrahlung des Marktes. 

Die Erlebnistafeln erzählen von erfolgreichen Bremer Handelsgeschichten. Nebst visuellen Objekten soll der Besucher des Platzes auch olfaktorisch, auditiv und haptisch die Bremer Geschichte erleben. 

 

Bereits wenige kostenintensive Änderungen können die Ausstrahlung des Platzes nachhaltig verändern: die Ausrichtung der Stände konzentriert sich auf das Innere des Platzes. Die Sonnenschirme, die in typischen Bremer Farben Rot & Weiss erstrahlen, sollen ein einheitliches Bild bewirken.

Zusammen mit den Erlebnistafeln und den festen Ständen ergibt das Konzept ein abgerundetes Marktangebot, dass auch auf die Bremer Geschichte eingeht.

Uns als Planer ist es wichtig, das der Entwurf einen Bezug zu Bremen hat. Durch die persönliche Verbindung zu der Hansestadt Bremen, können wir aus Erfahrung und durch jahreszeitliche Wahrnehmungen die Aufgabe emotional und planerisch anders umsetzen.

Quelle: "Der Aufbau - Bürger und Stadt" von 1981

Quelle: "Der Aufbau - Bürger und Stadt" von 1981